Cupcake Spritztechniken <br> {Tipps & Tricks}

Cupcake Spritztechniken
{Tipps & Tricks}

Oft wurde ich nun schon gefragt, wie ich die Cremehaube meiner Cupcakes so schön hinkriege. Oder, dass man es selbst nicht so schön hinkriegt wie ich. Und dem möchte ich jetzt Abhilfe schaffen! In meinem kleinen Tutorial zeige ich euch heute meine verschiedenen Spritztüllen und wie ich die Cupcakes damit bespritze. Zwei kleine „Videos“ habe ich auch mal gedreht, denn sich das anzuschauen ist sicher einfacher als eine Beschreibung. 😉 Und natürlich gibt es eine kleine Übersicht meiner Cremes, die sich zum spritzen eignen. Als kleinen Tipp kann ich euch hier auch Kartoffelbrei mit auf den Weg geben, damit kann man auch super üben. Oder einfach erstmal auf Backpapier, dann kann man die Creme auch wieder zurück in den Beutel packen und hat unendlich Creme zum Üben. 😉

Und wenn noch Fragen offen bleiben, schreibt sie mir einfach in einem Kommentar!

Cupcake Spritztechniken

Die Technik

Das Bespritzen von Cupcakes braucht etwas Übung, wenn man den Dreh aber mal raus hat läuft es fast wie von allein. 😉 Die wichtigsten Punkte sind dabei: die richtige Haltung, die Bewegung, der Druck und eine gute Creme.

Fangen wir beim Spritzbeutel an, ich verwende immer Einweg-Spritzbeutel*. Wie man auf dem Bild sehen kann, schneide ich die Beutel immer so knapp wie möglich zur Tüllenöffnung ab. Wenn ihr noch kein Gefühl dafür habt, schneidet lieber zu wenig ab als zu viel. Weiter einschneiden könnt ihr immer noch, etwas anfügen nicht. Wichtig ist dabei auch, dass der Spritzbeutel nicht irgendwo noch eine Öffnung der Tülle bedeckt. Und noch wichtiger ist, dass man die Creme von unten nach oben einmal leicht durchdrückt (nicht so, dass es oben rausquillt, einfach nur leicht Druck ausüben mit den Fingern), so dass man Luftblasen vermeidet. Zum Verschließen der Beutel kann man z. B. Gummibänder nehmen, ich drehe den Beutel aber einfach zu, das hält auch.


Hier kommen wir dann auch zur Haltung. Gleich vorweg: Welche Hand ihr oben und unten haltet müsst ihr ausprobieren. Auch bei Rechtshändern, wie ich, habe ich schon die unterschiedlichsten Handhaltungen gesehen. Ich habe meine linke Hand oben am Beutel und halte mit Daumen und Zeigefinger den Beutel dort fest, wo ich ihn zugedreht habe. Mit der restlichen Handfläche liege ich auf dem Beutel auf. Damit übe ich dann auch Druck auf. Die rechte Hand ist etwas weiter unten angesetzt und wird dann sozusagen die Führungshand, die die Bewegung vorgibt. Der Beutel muss auch senkrecht über die Kuchen gehalten werden. Und steht gerade da! Man muss nicht links oder rechts an den Händen vorbeischauen, sondern einfach zwischendurch. 😉

Jenny von JENNY BACKT
Hier seht ihr die ungefähre Haltung. Der Beutel muss allerdings gerade auf die Cupcakes gehalten werden – ich habe hier fürs Foto nur etwas mehr posen müssen 😉

Bei der Bewegung kann man variieren. Manche mögen es, eine „aufgesetzte“ Haube auf den Kuchen zu spritzen. Hierbei setzt man in der Mitte an und zieht beim Drücken den Beutel nach oben. Mir persönlich gefällt diese Variante nicht. Ich setze bei meiner Technik auf die schöne rundgespritzte Haube. Hier muss man von außen nach innen spritzen. Die einzige Ausnahme ist hier die Rose, da spritzt man von innen nach außen.

Schaut euch meine Videos dazu an:

Ihr seht, bei der Sternform fange ich außen an und gehe dann nach innen. Damit man den Anfang nicht sieht, mache ich immer eine fast nicht merkbare Drehung der Creme von innen nach außen. Ich fange nicht direkt am/auf dem Rand an sondern ein kleines bißchen weiter innen und mache dann die Kurve um den kompletten Kreis am Rand zu spritzen. So sieht man nicht diesen Anfang. Und dann ist wichtig, wenn der erste Kreis vorüber ist und man zum „Anfang“ der Creme kommt, den Beutel nicht allzu weit hochziehen, so würde man die Creme dann nur auf die andere „aufsetzen“. Wenn man den Beutel nur wirklich ein klein wenig hebt und in der Bewegung bleibt wird es ein fließender und schöner Übergang. Keiner sieht mehr die einzelnen „Cremekreise/-linien“ und wo angefangen wurde. Der zweite Kreis wird dann vom Umfang etwas kleiner, als würdet ihr eine Spirale spritzen.

Bei der Rose ist es dann anders herum, hier spritze ich von innen nach außen. Und hier dann auch die Creme nicht übereinander sondern wie eine Schnecke nach außen.

Und noch ein Tipp aus Erfahrung: Die Bewegung kommt aus den Handgelenken, ihr müsst also nicht euren ganzen Körper mitbewegen. 😉


Für den richtigen Druck heißt es einfach: üben, üben, üben! Es kommt immer darauf an, wie schnell ihr die Cupcakes bespritzt. Am Anfang macht ihr sicher langsamer, dann genügt auch ein „mittlerer“ Druck. Je schneller man die Cupcakes bespritzt umso mehr muss man auch Druck ausüben, ansonsten entstehen Löcher. Das ist also ganz individuell. Was nur wichtig ist, den Druck am Ende wegzunehmen und die Bewegung aber noch einen Moment länger weiterzuführen. Das seht ihr bei meinen Videos ganz gut. Außer natürlich man möchte so eine kleine Spitze die am Ende beim Cupcake von der Creme hochragt, dann muss man den Druck wegnehmen und an dieser Stelle dann den Beutel nach oben ziehen. Mir persönlich gefällt es aber ohne Spitze besser.

Cupcake Spritztechniken

 Die Spritztüllen

Kommen wir jetzt zu den verschiedenen Tüllen. Die Wahl der Tülle ist natürlich ausschlaggebend für das Aussehen der Cremehaube. Ich bevorzuge die Sternform und greife manchmal auch auf die Lochtülle zurück. Und natürlich auch gerne mal die Rosenform, wenn es etwas eleganter werden soll. Die offenen Sterntüllen (auch französische Tülle genannt) und Blütentülle finde ich persönlich nicht so schön, aber das kann ja jeder für sich selbst entscheiden. 😉 Ich habe sie für euch für diesen Beitrag trotzdem mal genutzt. Es gibt natürlich auch noch viele andere, wenn euch eine über den Weg läuft, probiert sie aus. 😉

Cupcake Spritztechniken Spritztülle Stern

Die Sterntülle* ist mein absoluter Liebling. Sie eignet sich hervorragend für fast alle Cremes, nur allzu große Stücke wie Nüsse o. ä. dürfen nicht in der Creme sein. Diese würden sonst in der Öffnung der Tülle hängen bleiben und dadurch entstehen Löcher in der aufgespritzten Creme. Ansonsten kann sie aber vielfältig eingesetzt werden.

Cupcake Spritztechniken Spritztülle Rose

Die Rosentülle* spricht für sich. 😉 Da sie sehr fein ist, muss die Creme dafür eher etwas fester sein und es sollten keine Fruchtstücke o. ä. enthalten sein. Bei zu großen Stücken würden diese in der Tülle hängen bleiben und dadurch entstehen Löcher. Und kleinere Stücke sollten es bei der Rose auch nicht sein, da man ja für eine Rose ein „geschmeidiges“ Endergebnis haben möchte.

Cupcake Spritztechniken Spritztülle Loch

Die Lochtülle* ist auch ein wichtiges Werkzeug in meinem Werkzeugköfferchen – auch wenn ich sie sehr selektiv einsetze. Sie ist perfekt für Cremes, in denen Stücke verarbeitet wurden, wie Nüsse, Oreos, etc. Durch die weite Öffnung kommen auch größere Stücke problemlos hindurch und man hat trotzdem ein schönes Endergebnis.

Cupcake Spritztechniken Spritztülle offener Stern

Bei der offenen / französischen Sterntülle* gibt es einige Unterschiede in der Ausführung. Ich habe die Einschnitte jetzt sehr lang geschnitten, daher ähnelt sie der normalen Sterntülle. Bei den meisten sind die Einschnitte allerdings etwas kürzer. Je kürzer die Einschnitte werden desto eher wird die Creme eine runde „Wurst“ mit kleinen Zacken nach außen. Mir persönlich gefallen diese Cremehäubchen nicht so.

Cupcake Spritztechniken Spritztülle Blüte

Sehr interessant kann es mit den verschiedensten Blütentüllen* aussehen. Ich verwende sie aber nur selten, ich bin einfach ein Fan der normalen Sterntülle. 😉

Und wer sich fragt: die Tüllen habe ich mir selbst hergestellt. Die Plastiktüllen* sind zum Einen günstiger und es gibt sie in den großen Größen (13 mm und 15 mm finde ich perfekt für schöne Cupcakes). Da es sie von klein nach groß in einem Pack zu kaufen gibt, hatte ich viele kleine übrig. Ich hab mir dann einfach schnell mein Cutter-Messer geschnappt und mir die anderen Formen „zurechtgeschnitzt“. Die runde Tülle ist natürlich am einfachsten, einfach gerade abschneiden. 😉 Für die Rosen habe ich z. B. eine 9 mm Sterntülle genommen und die Einschnitte in leicht gebogener Form nach unten verlängert. (Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine?) Bei der offenen Sterntülle einfach die kleinste Tülle nehmen, gerade abschneiden auf die gewünschte Lochgröße (wie bei der Lochtülle) und dann gerade nach unten schmale längere Zacken rausschneiden. Und bei der Blütentülle nicht ganz so schmal und dafür etwas gebogen. Schaut euch am besten einfach das Bild oben mit der Ansicht der Spritzbeutel an. 😉

 

Die Cremes

Als Cremes eignen sich z. B. Buttercremes, Frischkäsecremes, Swiss Meringue und Ganache.

Meine Buttercreme-Rezepte findet ihr hier: Buttercremes
Meine Rezepte für Frischkäsecremes sind hier: Frischkäsecremes
Für die Ganache geht’s hier lang: Ganache (Ganache muss zum Bespritzen aufgeschlagen werden!)
Und Swiss Meringue verwende ich so selten, daher gibt’s noch kein Rezept von mir. Schaut einfach mal bei Ofenkieker vorbei, hier ist die Creme schön erklärt: Swiss Meringue

Cupcake Spritztechniken

 

Viel Spaß beim Nachmachen! 🙂
Hinterlasst mir doch einen Kommentar, wie es bei euch geklappt hat! Ich freue mich drauf!

 

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