Die Donauwelle – ein Klassiker neu interpretiert

Die Donauwelle – ein Klassiker neu interpretiert

Schon vor einiger Zeit habe ich mich mal an einem Klassiker versucht und nun finde ich endlich Zeit euch meine Neu-Interpretation zu zeigen: die Donauwelle mit „echten“ Wellen. 😉 Denn die Wellen oben einfach mit einem Garnierspatel auf der Schokolade zu verstreichen kann jeder – warum nicht mal „echte“ Wellen auf einer Donauwelle? So suchte ich erstmal im Familien-Backbuch nach einem guten alten klassischen Rezept meiner Oma, das ich nun etwas verfeinern wollte.

Was mir zuerst einfiel für den Boden war Kirschwasser, so habe ich die Hälfte der Milch weggelassen und dafür einen guten Schuss Kirschwasser hinzugefügt – der Alkohol verfliegt beim Backen aber der Geschmack bleibt. Bei der Buttercreme habe ich mich sogar mal überwunden und eine deutsche Buttercreme wie im Original-Rezept mit Pudding hergestellt. Wie fleißige Leser meines Blogs wissen, bin ich ja ein Fan der amerikanischen Cremes und mag die deutsche eigentlich nicht so sehr. Daher wollte ich der deutschen Creme wenigstens noch einen guten Kick geben und so kam es mir gerade recht, dass ich von Just Spices** ein Probepäckchen mit Tonkabohnen** zugeschickt bekam. Tonkabohnen haben einen süßlichen, der Vanille ähnlichen Geschmack und verleihen der Creme einen Hauch Luxus. In Südamerika werden ihr übrigens große magische und heilende Kräfte nachgesagt – noch ein Grund mehr für ein zweites Stück der Donauwelle! 😉

Donauwelle Klassiker neu interpretiert

Und dann ging es ans „Dekorieren“. Mit einem quadratischen Desserting* habe ich kleine Quadrate des Kuchens ausgestochen und dünn mit der Creme bestrichen. Mit einem Spritzbeutel und Lochtülle habe ich die Creme in kleinen Häubchen oben auf gespritzt, so dass das 3D-Wellenmuster entsteht. Anschließend noch mit geschmolzener Schokolade übergossen und fertig war der neue Klassiker. Super lecker und noch schön fürs Auge – was will man mehr?! 😉

Das Rezept

Donauwelle – neu interpretiert
16 Stück
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Teig
  1. 250 g Butter
  2. 200 g Zucker
  3. 2 TL Vanillezucker
  4. Prise Salz
  5. 5 Eier
  6. 375 g Mehl
  7. 3 gestr. TL Backpulver
  8. 1-2 EL Kirschwasser
  9. 20 g Kakaopulver
  10. 2 EL Milch
  11. 2 Gläser Kirschen
Buttercreme
  1. 1 Pck. Puddingpulver Vanille-Geschmack
  2. 100 g Zucker
  3. 500 g Milch
  4. 250 g Butter, zimmerwarm!
  5. 1 Tonkabohnen**
Glasur
  1. 200 g Zartbitterschokolade
  2. 2 EL Speiseöl neutral, z. B. Sonnenblumenöl
Zubereitung Teig
  1. Den Backofen auf 160°C Umluft/Heißluft vorheizen.
  2. Butter mit dem Flachrührer (oder Rührbesen) geschmeidig rühren. Nach und nach Zucker, Vanillezucker und Salz unter Rühren hinzufügen, bis eine gebundene Masse entsteht.
  3. Die Eier einzeln für je etwa 1/2 Minute auf höchster Stufe unterrühren.
  4. Mehl mit Backpulver mischen und in 2 Portionen kurz unterrühren. Kirschwasser dazugeben und nochmals schnell unterrühren. Knapp 2/3 des Teiges auf das Backblech streichen.
  5. Den Backkakao sieben und mit Milch unter den übrigen Teig rühren. Gleichmäßig auf dem hellen Teig verteilen. Die Sauerkirschen abtropfen lassen, auf dem dunklen Teig verteilen und leicht in den Teig drücken. Für 35-40 Minuten backen und auf einem Gitter abkühlen lassen.
Zubereitung Buttercreme
  1. Den Pudding aus Puddingpulver, Zucker und Milch nach Packungsanleitung zubereiten. Direkt auf die Oberfläche des heißen Puddings Frischhaltefolie legen, so bildet sich keine Haut. Pudding komplett auskühlen lassen.
  2. Weiche Butter mit dem Flachrührer (oder Rührbesen) cremig rühren. Den erkalteten Pudding durchrühren und esslöffelweise unterrühren. Wichtig ist, dass Butter und Pudding Zimmertemperatur haben, da sich die Zutaten sonst nicht verbinden und die Creme gerinnt.
  3. Die Tonkabohne fein reiben und unster die Creme rühren. In einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen.
Zubereitung Donauwelle
  1. Schokolade im Wasserbad schmelzen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. 2 EL Öl unterrühren und darauf achten, dass keine Luft untergerührt wird.
  2. Den ausgekühlten Kuchen mit Dessertingen* ausstechen. Mit einer kleinen Palette (oder Messer) eine dünne Schicht Creme auftragen. Darauf Creme-Tupfen mit dem Spritzbeutel setzen. Je für ca. 2-3 Minuten in den Gefrierschrank stellen, dass die Creme anziehen und leicht fest werden kann.
  3. Die Tupfen mit Schokolade vollständig bedecken, dann den Kuchen (noch in dem Dessertring) leicht kippen und die Schokolade abtropfen lassen. Darauf achten, dass die Donauwelle nicht kopfüber rausrutscht.
  4. Danach wieder gerade drehen und die Donauwelle langsam herausgleiten lassen (sollte von alleine gehen, ansonsten etwas (!) schüttlen). Schokolade trocknen lassen und kühl stellen.
Copyright © 2016 JENNY BACKT – http://jennybackt.de/

 

Die Anleitung

Donauwelle Klassiker neu interpretiert Anleitung
Den abgekühlte Kuchen mit Dessertringen ausstechen und mit einer kleinen Palette (oder Messer) eine dünne Schicht Creme darauf verteilen.
Donauwelle Klassiker neu interpretiert Anleitung
Mit einer Lochtülle Tupfen auf die dünne Cremeschicht setzen.
 

Donauwelle Klassiker neu interpretiert Anleitung
Die mit etwas Öl verrührte abgekühlte Schokolade auf die Creme geben und alles bedecken.
 

Donauwelle Klassiker neu interpretiert Anleitung
Leicht schräg halten und die Schokolade abtropfen lassen. Darauf achten, dass das Stück Donauwelle nicht kopfüber herausrutscht. Danach wieder gerade drehen und die Donauwelle langsam herausgleiten lassen (sollte von alleine gehen, ansonsten etwas (!) schüttlen). Schokolade trocknen lassen und kühl stellen.

 

Viel Spaß beim Nachbacken und guten Appetit! 🙂
Ich bin gespannt auf eure Nachback-Erfahrungen – hinterlasst mir einen Kommentar!

 

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6 Kommentare

  1. Und wo sind die Kirschen???

    1. Hallo Susana,
      ich versteh deine Frage leider nicht ganz? Kirschen sind im Kuchen drin, man sieht sie auf den Fotos und im Rezept stehen sie auch. Wo genau vermisst du die Kirschen denn?
      Süße Grüße
      Jenny

      1. Jesus Maria!! Auf dem Foto habe ich sie sofort gesehen, leider im Rezept beziehungsweise bei den Zutaten überlesen. Sorry!

        1. Kein Problem 😉

  2. Hallo Jenny, passt der Teig auf ein reguläres Backblech? LG Jasmin

    1. Hallo Jasmin,
      ja, der Teig passt auf ein ganz normales Backblech (ca. 35x40cm). Der Teig ist aber auch etwas zäh, ich streiche ihn z. B. nie komplett zum Rand des Backblechs, mein Teig ist dann jeweils ca. 1cm hoch. Das kann man aber machen, wie man möchte, je nachdem wie hoch oder flach du die Donauwelle willst. 😉
      Süße Grüße
      Jenny

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